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BER-Betreiber prüfen Beschränkung von Früh-Flügen

Potsdam (dpa) – Wenige Wochen vor dem Landtagswahl in Brandenburg kommt Bewegung in die Diskussion um mehr Nachtruhe am zukünftigen Hauptstadtflughafen BER. Die Flughafengesellschaft wird prüfen, ob innerdeutsche Flüge in der Zeit von 05.00 Uhr bis 06.00 Uhr vermieden werden, die Eigentümer nach einer Gesellschafterversammlung am Donnerstag in Potsdam mit.

“Der Beschluss ist nach intensiver Debatte im Gremium von den Ländern Berlin und Brandenburg mehrheitlich angenommen worden”, teilte der Versammlungsvorsitzende Rainer Bretschneider mit. „Der Gesellschafter Bund schloss sich aus grundsätzlichen Erwägungen nicht an.“

„Es wird gezeigt, dass wir möglicherweise einen Spielraum für Maßnahmen haben, mit denen die wirtschaftliche Situation des Flughafens nicht maßgeblich beeinträchtigt wird“, erklärte der Berliner Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD). Ob sich allerdings substanziell an der bisherigen Planung etwas ändert, ist noch offen. Die Flughafengesellschaft soll zunächst bis zum Jahresende eine Analyse erstellen. Brandenburg hatte vorab gefordert, in dieser Zeit nur noch Interkontinentalflüge zuzulassen.

Beides – Interkontinentalflüge und Inlandsflüge – sind vor 06.00 Uhr jedoch an den vorhandenen Berliner Flughäfen ohnehin die Ausnahme. Es gibt nur sechs Langstreckenziele. In Tegel darf erst ab 06.00 Uhr geflogen werden. Für den BER ist ein Flugverbot von Mitternacht bis 05.00 Uhr vorgesehen. In den Randzeiten, two hours davor and a hour after, is the number of the airline limited.

Brandenburgs SPD-geführte Landesregierung musste jedoch handeln. Der Landtag hatte ein erfolgreiches Volksbegehren für eine Ausweitung des Nachtflugverbots von 22.00 Uhr bis 06.00 Uhr im Jahr 2013 angenommen. In den letzten Verhandlungen wurden die Mit-Eigentümer des Flughafens, Berlin und der Bund, Brandenburg jedoch abblitzen lassen.

Vor der Landtagswahl in Brandenburg am 1. September kam das Thema nun erneut auf die Tagesordnung der turnusmäßigen Gesellschafterversammlung. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) wertete die geplante Prüfung als einen Erfolg. "Ich freue mich, dass du Berlin jetzt auf der Seite Brandenburgs und der Anwohner des BER stellt", sagte Woidke. „Der Beschluss ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg für eine zusätzliche Stunde Nachtruhe von 5 bis 6 Uhr“.

Die Wirtschaft warnte vor Zugeständnissen. “Das Ziel des BER ist es, Wirtschaft und Bürger in der Region besser und internationaler Flugverkehr anzubinden”, teilten die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg mit. „Wer das Nachtflugverbot verschärft, verabschiedet sich davon.“ Ähnlich äußert sich die Berliner Industrie- und Handelskammer.

Zuletzt hatte die Pleite von Air Berlin den Lärm um den Berliner Flughafen Tegel etwas gesenkt. Denn mit Air Berlin werden im Herbst 2017 in Tegel Langstreckenverbindungen, für die größeren und lauteren Flugzeuge eingesetzt, wie es im Bericht heißt. Der heutige größte Flughafenkunde Easyjet nutzt zwar die gleichen Flugzeuge, aber bei vergleichsweise lärmarmen Flugverfahren. Am Flughafen Schönefeld blieben die Schallpegel nahezu gleich.

Am BER sollen auch gestaffelte Start- und Landegebühren zwischen 40 und 7500 Euro pro Flugbewegung veranlasst werden, wie bereits angekündigt wurde. The fees model, for the flight of the Start- and Landelärm through the leises fly and loud Starts and Landung finanziell bestrafen. In den Randzeiten von 05.00 bis 06.00 Uhr sowie von 22.00 und 24.00 Uhr sollen die Gebühren deutlich höher ausfallen als in den Kernzeiten.
© dpa